Februar 2012
Monatsspruch für Februar 2012
„Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt.
Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf.
Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen!“
1. Korinther 10, 23+24
Die Sehnsucht nach Freiheit, nach echter Selbstbestimmung ist groß. Die Auslagen in den Geschäften sind riesig! Bei einem Einkaufsbummel durch P&C, gerade nach den Weihnachtstagen, fielen mir die „Berge“ von Bekleidungsgegenständen auf. Vieles ist interessant, bietet sich zum Kauf an, doch nützt es? Und wenn ja, was soll gewählt werden? Die Auswahl ist enorm: Viele Farben, verschiedenste Formen, unterschiedlichste Marken für dieselbe Sache (Pullover, Hemden, Hosen, etc.). Wird die Wahl zur Qual und damit belastend?
Das beschriebene Phänomen zieht sich durch alle Konsum- und Lebensgüter unserer Zivilisation. Ist weniger nicht mehr? Ein Mehr an Zufriedenheit, weil dasjenige geschätzt wird, was nützt und erfreut.Was für den Lebensbereich des Konsums gilt, ist übertragbar auf den der Medien. Schließlich aber auch auf unser prinzipielles Tun und Lassen im Miteinander in Familie, Schule und am Arbeitsplatz.Wie gehen wir miteinander um? Was sagen wir einander, was verschweigen wir? Wo helfen wir uns untereinander, wo verweigern wir die Hilfe?
Paulus, der Schreiber des Monatsspruchs, gibt seine Lebenserfahrung an die Gemeinde in Korinth weiter. In dieser war vieles möglich und gleichzeitig fragwürdig bis unmöglich. In Freiheit jenes zu tun und als Konsequenz anderes zu lassen, kann im Hinblick auf den anderen gelingen, wenn wir dessen Wohl im Auge haben und bedenken. Nützliches für das Leben des Nächsten zu schenken (Dinge, aber vor allem Zuwendung, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Lob, Unterstützung etc.) und dabei zu fragen, ob es ihn erfreut und aufrichtet, sollte ein wichtiges Ziel sein.
Damit eine solche Lebenshaltung gelingt, benötigen wir Gottes Geist, seine Gnade und ein Leben in gegenseitiger Vergebungsbereitschaft.Einen ganzen Monat lang ist Zeit, darüber nachzudenken, was wir tun, für wen und mit welchem Ergebnis.
Ich wünsche und hoffe, dass es etwas gibt, was jeder für den anderen tut, was hilfreich und aufbauend ist. Wenn, dann gibt es auch echten Dank für den, der so mit seinen Mitmenschen umgeht.
(krb)

